Wusstest Du, dass Strafverteidigung Hochleistungssport ist und man vorher viel trainieren muss!

vom Rubrik: Komplexe Situationen

Sport

Strafverfahren sind oft Monate lang und zerren nicht nur an den Nerven des oder der Angeklagten. Sie belasten meistens auch das familiäre Umfeld – emotional als auch finanziell.

In Wirtschaftsstrafsachen, zum Beispiel, werden oft die Konten eingefroren und es droht für ein Unternehmen häufig die Insolvenz. Damit ist auch die Existenzgrundlage des mutmaßlichen Täters beseitigt, lange bevor ein Urteil über seine Schuld oder Unschuld gefunden wird.

In solch heiklen Situationen ist die Kunst der Strafverteidigung vor Prozessbeginn äußerst relevant. Gute Arbeit kann hier nicht nur die Existenz eines Unternehmens retten, sondern oft auch das Einkommen von unzähligen Angestellten. Beispielhaft ist an Ermittlungsverfahren bei in Recyclingunternehmen zu denken oder Firmen, die mit Schrott und Wertstoffen aus Metal Handel treiben. Hier werden langjährig am Markt bestehende, meist kleine Familienunternehmen, in sogenannte Umsatzsteuerkarusselle hingezogen, ohne dass die Inhaber dies bemerken.

Was hat das nun mit Hochleistungssport zu tun?

Jedenfalls dreht es sich dabei nicht um Doping. Es ist vielmehr höchste Denkleistung gefordert, die mehr als das Gebiet des Strafrechts umfasst. Auch wenn man die Fähigkeit zu Denken sicherlich aufputschen kann, so kann man die Fertigkeit, komplexe Sachverhalte in eine sinnvolle Struktur zu bringen, nur immer wieder trainieren. Jetzt fragst Du Dich wahrscheinlich: wie geht das denn? ODER: wie kann ein Strafverteidiger bzw. eine Strafverteidigerin trainieren?

Der Sport der Strafverteidigung im Strafverfahren ist beständige Kommunikation.

Daher ist es eigentlich ganz einfach zu beantworten: Man steigt aufs Rad und fährt ein Mal die Woche 40 km oder geht Schwimmen oder spielt Fußball. Also es ist vollkommen egal, welche Art Sport man betreibt – aber Sport trainiert einen guten Strafverteidiger bzw. Strafverteidigerin. Wahrscheinlich lachen jetzt einige und denken, was für ein Quatsch. Doch ist es mein voller Ernst:

Höchste Denkleistung  und stringente Strafverteidigung trainiert man durch Sporttraining.

Interessiert Euch warum?

  • es entspannt des Denkorgan namens Gehirn
  • es entspannt die Seele und schafft Ausgeglichenheit
  • es entspannt den Körper und stärkt ihn

Und Entspannung ist neben der Sprache das, was man für eine strukturierte Strafverteidigung in jeder Lage des Prozesses oder Ermittlungsverfahrens benötigt.

Deshalb gehört außer Sport und Training noch etwas Wichtiges dazu. Ich benenne es als Strafverteidigerkultur. Was ich darunter verstehe und wie wichtig diese ist, erscheint in einem anderen Artikel.

Was bleibt als Fazit übrig

Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 min. (Herberger)

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